Mehr als 100.000 Menschen in Deutschland sind auf ein Nierenersatzverfahren angewiesen. Deshalb stehen die Nephrologen – Nierenärzte – mit ihrer Arbeit für umfassende medizinische Versorgung. Und ermöglichen so Patientinnen und Patienten ein hohes Maß an Lebensqualität.

Nephrologie in Deutschland

  • Die ambulante nephrologische Versorgung wird überwiegend durch freiberuflich tätige niedergelassene Nephrologen und ärztlich getragene, gemeinnützige Einrichtungen erbracht. Bundesweit gibt es 750 solcher nephrologischer Einrichtungen.
  • 60 Prozent der Dialysepatienten werden von niedergelassenen Nephrologen behandelt, die nahezu vollständig im Verband Deutsche Nierenzentren (DN) e. V. vertreten sind. 20 Prozent  beträgt der Anteil des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V.
    10 Prozent versorgt die PHV Patienten-Heimversorgung Gemeinnützige Stiftung Weitere 10 Prozent werden stationär, teilstationär oder durch private Anbieter versorgt.
  • Die Nephrologie ist seit den 1960er Jahren ein eigenständiges Fachgebiet innerhalb der Inneren Medizin. Heute arbeiten rund 2.000 Nephrologen in Deutschland. Sie sichern eine flächendeckende Versorgung auf hohem Niveau. So unterliegen die Nierenzentren und –praxen strengen an die Vergütung gekoppelten Qualitätskontrollen.
  • Der zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) festgelegte Arzt-Patienten-Schlüssel bestimmt, wie viele Dialysepatienten von einem Arzt versorgt werden dürfen. Danach muss ab einer Zahl von 30 Patienten ein zweiter und ab 100 Patienten jeweils für 50 Patienten ein weiterer Nephrologe tätig werden.
  • In Deutschland leben Dialysepatienten länger und besser als beispielsweise in Großbritannien und den USA. Dies belegen internationale Studien. (Rayner et al. 2004, Mortality and Hospitalization in Haemodialysis Patients in Five European Countries: Results from the Dialysis Outcomes and Practice Patterns Study [DOPPS]).
  • Prävention: KfH-Stiftung Präventivmedizin fördert patientenorientierte klinische Forschungsprojekte, die dazu beitragen, Nierenschäden frühzeitig zu erkennen und besser zu behandeln oder die Versorgung von transplantierten Menschen zu optimieren. Eine Übersicht der Studien gibt die Homepage der Stiftung.